Die psychosomatische Reizblase

Du hast bestimmt schon von diesen Begriffen gehört:

Reizblase, überaktive Blase, hyperaktive Blase, Angstblase, nervöse Blase oder auch Stressblase?

Ständiger Harndrang -

ohne medizinischen Befund?

Die psychosomatische Reizblase

ist eine gelistete Krankheit

Die Reizblase ist die  häufigste sogenannte somatoforme autonome Funktionsstörung des Urogenitalsystems

und ist gelistet im ICD-11 Katalog unter F45.34.  Im ICD-11 Katalog werden alle Krankheiten, die es gibt, gelistet. F-Störungen sind  psychische Störungen.

Ursachen:

  • innerer Spannungszustand zwischen Festhalten und Loslassen
  • Sexual- und Hingabestörungen
  • Angst- und Panikstörung
  • Narzisstische Kränkung, Toxische Beziehungen, Ohnmacht
  • Resultat eines einmaligen Überlauferlebnisses
  • innere Unruhe, Anspannung, Nervosität
  • chronifizierte undienliche Verhaltensmuster & Glaubenssätze
  • fehlende Anerkennung, mangelndes Selbstbewusstsein & Selbstwert
  • verdrängte Konflikte, Stress, Überlastung
  • unterdrückte Wut und Aggression

Warum psychosomatischer Harndrang entsteht


Somatisierungsstörungen können entstehen, wenn du Konflikte verdrängst, sie also nicht bewusst wahrnimmst. Angenommen ein Kind wird in der Schule gemobbt, oder fühlt sich, warum auch immer, in der Schule unwohl. Was passiert? Das Kind steht am nächsten Morgen auf und sagt: „Mama, ich habe Bauchschmerzen. Ich kann nicht in die Schule gehen.“ Und die Bauchschmerzen sind wirklich da. Aber nicht, weil es was am Bauch hat. Der Körper drückt die unbewussten Gefühle aus, weil das Kind nicht ausdrücken kann, welche Konflikte in der Schule vorliegen, geschweige denn, an Lösungen zu denken. Es reagiert einfach unbewusst.


Diese Verschmelzung von Körper und Seele heißt Psychosomatik. Die Psyche ist die Seele. Soma ist der Körper. Sie bilden eine Einheit.