Erfolglose Behandlungsversuche bei psychosomatischer Reizblase?!
Ich weiß, was du alles durch hast - und nichts davon half...
Dein erster Gang war bestimmt zum Hausarzt. Verdacht auf Blasenentzündung. Dort wurde dein Urin untersucht. Doch die Urinanalyse ergab nichts. Alles in Ordnung. Du bekommst Antibiotika. „Ok“, dachtest du, „vielleicht gibt es auch Blasenentzündungen ohne Bakterien. Oder man sieht sie nicht.“ Andererseits hast du aber auch kein Brennen und keine Schmerzen beim Wasserlassen, was typisch für eine Blasenentzündung wäre. Vielleicht nur ein wenig unterkühlt. Doch es hörte nicht auf. Wochenlang. Du warst bei deiner Frauenärztin. Sie hat deine Blase geschallt, deinen Urin untersucht und geschaut, ob eine Senkung der Gebärmutter vorliegt und ob du deinen Beckenboden anspannen kannst. Zusätzlich gibt sie dir ein paar Tipps zum Blasentraining. Doch auch sie kann nichts Auffälliges feststellen. Deshalb schickt sie dich zum Urologen. Dein Ärztemarathon hat begonnen.
Zu Beginn sollst du ein Miktionstagebuch führen, das heißt aufschreiben, wann und wie viel du gepullert hast. Erstens, damit du lernst, dich selbst zu beobachten, zweitens, damit der Arzt Zusammenhänge der Symptomatik erkennen kann. Da er daraufhin keine Rückschlüsse ziehen konnte, lässt du als Nächstes eine Blasenspiegelung über dich ergehen. Alles ohne Befund. Danach geht’s weiter zur Urodynamik. Doch auch hier kein Ergebnis. Der Urologe kann dir nicht weiterhelfen. Eigentlich ist alles in Ordnung. Vielleicht gibt er dir ein Medikament, das die Blase beruhigen soll. Du probierst es aus. Ohne Erfolg. „Die finden einfach nichts! Da muss doch etwas sein! Ich bilde mir das doch nicht ein!“, geht dir durch den Kopf.
Ich erinnere mich noch, als ich eingeladen war, in Hamburg das Musical ‚Der König der Löwen‘ zu besuchen. Schon im Auto war es der Horror. Jedes Autobahnklo hat auf mich gewartet. Angekommen im Hotel. Es ging einfach nichts mehr. Das war im Übrigen noch ganz am Anfang meiner Reizblasen Karriere. Ich wusste überhaupt noch nicht, was da los war. Ich war so verzweifelt. Abends bin ich durch das Hotel gelaufen, ungefähr eine Stunde vorm Musical und habe versucht, die Karten zu verkaufen. Es wäre zu schade gewesen, sie verfallen zu lassen. Ein Pärchen hat sich sehr gefreut und sich gleich auf den Weg gemacht. Am nächsten Morgen bin ich in Hamburg in die Notaufnahme gegangen. Das war das allererste Mal in meinem Leben, dass ich in der Notaufnahme war! Das war verrückt. Ich saß dort den ganzen Tag. Es waren so viele Menschen. Es ging drunter und drüber. Ich erinnere mich noch an eine Frau im Bademantel mit scheinbar beiden Armen gebrochen. Ich dachte nur: „Mein Gott, denen geht es allen wirklich, wirklich schlecht und du sitzt hier und blockierst die Ärzte mit deiner Blase.“ Aber ich wusste ja nicht, was los war. Ich dachte wirklich, dass ich etwas ganz Schlimmes haben muss. Nach etlichen Stunden war ich dran. Urinkontrolle. „Alles in Ordnung. Auf Wiedersehen.“
Dann fängst du an, zu googeln. Du googelst dir die Finger wund. Im ganzen Internet weit und breit keine Antwort darauf, was du hast. Du weißt ja auch gar nicht so recht, was du suchen sollst. Druck auf Blase? Harndrang? Muss ständig aufs Klo? Ein paar einzelne Einträge findest du in Foren, in denen Leute beschreiben, dass sie immer, wenn sie zum Beispiel in einen Bus einsteigen, plötzlich auf Toilette müssen. Aber auch da keine Tipps. Keine Diagnose. Blase reagiert bei Stress. Ok. Du hast aber eigentlich gar keinen Stress. Trotzdem probierst du alles aus, was es hierzu gibt: Du fängst mit Yoga an. Du machst Atemübungen. Autogenes Training. Funktioniert auch nicht. Du fängst an, dich wie ein Vögelchen zu benehmen und stopfst dir einen Kürbiskern nach dem anderen rein. Doch auch hier tut sich nichts. Klangschalen, Heilkräuter, Heilsteine und selbst teure Akkupunktur-Behandlungen helfen nicht. Dein Urologe kann es auch nicht mehr hören, für ihn reihst du dich in die Gruppe der vielen typischen ‚Piss-Büchsen‘ ein, deshalb schickt er dich als Nächstes zum Physiotherapeuten. Du machst Beckenbodengymnastik. Und du bekommst ein Biofeedback-Gerät, welches dir anzeigt, ob du deine Beckenbodenmuskulatur richtig anspannen und trainieren kannst. Du fängst sogar an, dir Beckenbodentrainingsgeräte, die wie Sexspielzeug aussehen, reinzustecken. Null Erfolg. Vielleicht ist es sogar noch schlimmer geworden. Dein Beckenboden ist ja sowieso schon die ganze Zeit extrem an gespannt. Nachdem du alle freiverkäuflichen Mittel aus dem Supermarkt und der Apotheke durch hast – von Pillen, über Baldrian bis hin zum Lavendeltee – widmest du dich der Meditation.
Affirmationen. Nicht denken. Gehirn ausschalten. Klappt auch nicht. Du googelst weiter. Botox. Oh je, so ein medizinischer Eingriff, das ist schon nicht Ohne. Du liest viel darüber. Gefahr der Inkontinenz. Soll gegen Harndrang sein und kann genau das Gegenteil bewirken! Das wäre ja die absolute Katastrophe, denn eingepullert hast du ja noch nie! Du schaffst es ja irgend wie immer doch noch rechtzeitig! Nein, jetzt hast du noch mehr Angst als vorher. Es ist zum Haareraufen. Also das passt auch nicht. Du googelst weiter. Vielleicht leidest du an der Interstitiellen Zystitis? Oder der chronischen Blasenentzündung? Das wäre doch was. Es muss ja irgendetwas sein! Aber starke, stechende Schmerzen, Muskelkrämpfe und ständiger, schmerzhafter Harndrang passen auch nicht zu deinen Symptomen. Wieder nichts gefunden.
Schließlich findest du die Begriffe ‚Reizblase’, ‚überaktive Blase’, ‚hyperaktive Blase’, ‚Angstblase’, ‚nervöse Blase’ oder auch ‚Stressblase’. Ein Sammelbecken für alle Beschwerden, die mit der Blase zu tun haben. Aha. Du liest weiter: Hier gibt es Beschwerden, denen keine körperlichen Ursachen zugeordnet werden können. Das würde ja passen! Immerhin wurde ja nichts Organisches gefunden! Das würde auch die ganzen erfolglosen Behandlungsversuche erklären! Da bleibt nur noch der Weg zum Psychologen und zum Psychiater. Beim Psychotherapeuten begibst du dich in jahrelange, erfolglose Therapie. Der Psychiater will dir Medikamente gegen Zwangsstörungen verschreiben, die du jedoch dankend ablehnst. Dann eben Heilpraktiker, vielleicht auch Hypnose. Funktioniert! Zum ersten Mal Aussicht auf Erfolg! Endlich! Du freust dich riesig! Du könntest die ganze Welt umarmen! Dann die böse Überraschung: Hält nur für zwei Wochen an.
Deine Symptome sind ganz schön hartnäckig. Du fängst an, an dir zu zweifeln! Du glaubst langsam, dass du einen Schuss haben musst! Zu guter Letzt sprach ‚Dr. Google‘, die Reizblase sei unheilbar … Und doch haben alle ihr Bestes gegeben! Jeder Arzt, jeder Therapeut, jeder Heilpraktiker und auch du!
Gott sei Dank bist du jetzt hier bei mir - denn ich habe die Lösung gefunden. Und seit vielen Jahren allen meinen KlientInnen dabei geholfen, wieder ein freies, gesundes und glückliches Leben zu führen. Niemand kann dich so gut verstehen, wie ich. Niemand kennt die Ursachen und die Lösung der psychosomatischen Reizblase.
Ich freue mich darauf dich endlich kennen zu lernen und dich auf deinem Weg in dein neues Leben zu begleiten,
Deine Lisa



